Onlineveranstaltung

am 22. Januar

um 17 Uhr

Anmeldung unter

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

Das Insektensterben und der Verlust der heimischen Vogelwelt sind in aller Munde. Insbesondere auf den landwirtschaftlichen Flächen ist der Verlust der Artenvielfalt dramatisch. Alle, die landwirtschaftliche Flächen verpachten - Private Grundeigentümer/innen ebenso wie Kirchen und Kommunen - haben die Möglichkeit hier gegenzusteuern und einen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt zu leisten. Ob Blühstreifen am Ackerrand oder ein Verzicht auf Pestizide: Landeigentümer/innen können Naturschutzmaßnahmen in Pachtverträgen vereinbaren. 

Über die Hälfte der Fläche Hennefs besteht aus landwirtschaftlich genutzten Flächen. Dort liegt also eine Menge Potenzial für Naturschutz. Ob dieses Potenzial auch genutzt wird, liegt u.a. daran, was in Pachtverträgen vereinbart wird.

Zu diesem Thema veranstaltet die Gruppe Blühendes Hennef, eine Arbeitsgemeinschaft der Agenda 21 Gruppe, eine Infoveranstaltung. In dieser wird Linda Trein, Regionalberaterin im Projekt Fairpachten der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, über die Möglichkeit, Naturschutzmaßnahmen in Pachtverträgen zu vereinbaren, informieren und Fragen rund um das Thema Pachtverträge und Naturschutz beantworten. Die Veranstaltung richtet sich also an alle Menschen, die Land besitzen und dieses zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachten. Sie erhalten Informationen, wie sie durch die Gestaltung der Pachtverträge mehr Naturschutz verwirklichen können.

Die Veranstaltung findet online statt am 22. Januar um 17 Uhr. Um teilnehmen zu können, ist ein Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wer Land besitzt und dies zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet, hat ein wirksames Instrument an der Hand, um Natur- bzw. Insektenschutz voranzutreiben. Mag die einzelne Fläche auch klein sein, auf ganz Hennef gerechnet kommt einiges zusammen, denn ca. die Hälfte der Stadtfläche wird landwirtschaftlich genutzt: insgesamt über 5000 ha.

Wenn ein Pachtvertrag ausläuft, ist die richtige Gelegenheit, um ökologische Nutzungsbedingungen in einen neuen Vertrag hineinzuschreiben. Weniger einfach, aber durchaus möglich sind Änderungen in einem laufenden Pachtverhältnis. Viele Landwirt*innen sind Ideen des Naturschutzes gegenüber sehr aufgeschlossen. Es lohnt sich also, das Gespräch zu suchen.

Welche Maßnahmen auf welcher Fläche angebracht sind, muss im Einzelfall entschieden werden. Eine Vielfalt an Möglichkeiten beschreibt die Internetseite der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe fairpachten.org. Dort finden sich auch ausführliche Beschreibungen der im Folgenden genannten Maßnahmen: Meist sinnvoll ist z.B. das Anlegen von (dauerhaften) Blühstreifen und eine Vermeidung übermäßigen Düngens in die Pachtbedingungen aufzunehmen Für Grünland kann eine naturverträgliche Wiesennutzung festgeschrieben werden, bei der z.B. in festgelegtem Abstand gemäht wird. Im Bereich des Ackerbaus können z.B. zweijährige Anbaupausen für Mais in Verträge hineingeschrieben werden.

Auf fairpachten.org findet sich ein Musterpachtvertrag, der schon in seiner Präambel betont, dass die gepachtete Fläche mit "besonderer Rücksicht auf Natur und Landschaft bewirtschaftet" werden soll.Darüber hinaus kann er an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Auf der Webseite finden sich eine Vielzahl von Maßnahmen, die sich in den Vertrag (in § 9) einpflegen lassen - über die hinaus, die wir oben kurz aufgezählt haben.

Fairpachten bietet auch eine kostenlose Beratung an. Damit kann jede*r Landbesitzer*in die optimale – insektenfreundliche – Nutzung für die eigene Fläche finden und im neuen Pachtvertrag festschreiben.

Auch in der Landwirtschaft hat das Thema Biodervisität an Bedeutung gewonnen. Auf den Seiten der Landwirtschaftskammer gibt es nun Kurzfilme zu diesem Thema.

Diese laden ein zu Entdeckungsreisen durchs Feld. Auf den Flächen der Leitbetriebe Biodiversität wird in Kurzfilmen gezeigt, welche vielfältigen Maßnahmenmöglichkeiten es gibt. Die Berater informieren über die Maßnahmen, die Wirkung und geben Praxistipps.

Ein interessantes Angebot für Landwirt*innen, aner auch für interessierte Lai*innen.

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/naturschutz/video/index.htm

Für Menschen mit Lust am Gärtnern aber derzeit ohne Garten: Im Pfarrgarten von St. Michael, Geistingen stehen Flächen zur Gartengestaltung bereit. Wer Freude an Gartenarbeit hat und die Betreuung einer Staudenfläche oder die Anlage von Blühflächen unterstützen möchte, kann sich gern bei Johannes Oppermann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Sabine Montag (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.

Vom einmaligen Arbeitseinsatz bis zu einer regelmäßigen gemeinsamen Gartenarbeit ist alles möglich.

Unterkategorien