Anlegen einer Blühwiese

 

Experte gab Tipps

Über zwanzig Interessierte kamen zusammen, um sich praktische Tipps zu holen, wie man ein Stück Rasen in eine Blühwiese verwandelt. Dazu war der Diplom-Biologe Klaus Weddeling von der biologischen Station Eitorf in den Garten der Familie Dettinger-Hensel in Hennef gekommen. Dort wurde dann nicht nur theoretisch Wissenswertes rund um dieses Thema erklärt, sondern auch gleich eine Fläche von 60 qm eingesät.

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Blühendes Hennef (BlüHen) der Agenda 21-Gruppe hatte Sonja Hensel bereits im Januar Kontakt zu Klaus Weddeling aufgenommen, um im eigenen Garten einen besonders insektenfreundlichen Bereich zu schaffen und gleichzeitig durch eine öffentliche Aktion auch andere zu ermutigen, Ähnliches in ihrem Garten zu schaffen. Der Biologe hatte sich sofort bereit erklärt, das Anliegen zu unterstützen.

„Sehr wichtig ist eine gründiche Vorbereitung der Fläche“, erklärte Weddeling den Teilnehmern. „Vor dem Einsäen muss die Grasnarbe entfernt werden und der Boden umgegraben oder mit einer Fräse bearbeitet werden, damit das Gras nicht sofort wieder durchkommt.“ Wertvolle Hinweise gab er auch in Bezug auf geeignetes Saatgut, bei dem auf regionale Herkunft zu achten ist: „Möchte man in diesem Frühjahr noch eine Blühwiese anlegen, muss man jetzt aktiv werden, denn gute Saatgut hat zum Teil längere Lieferzeiten.“

Beim praktischen Teil, dem Säen und anschließenden Festklopfen und -trampeln des Samens konnten die die anwesenden Hobby-Gärtner von sechs bis 70 Jahren tatkräftig mithelfen. So erfuhren sie gleich noch einen Kniff, wie die geringe Menge Saatgut – es werden nur zwei Gramm pro Quadratmeter benötigt – gleichmäßig auf die Fläche verteilt werden kann: man vermischt es mit einer großen Menge leicht feuchtem Sand, den man dann mit großzügigem Schwung auf der Fläche verteilt.

Wer noch Fragen zu dem Thema hat oder Lust sich an ähnlichen Aktionen zu beteiligen, kann sich an folgende Mailadresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Hier auf der Webseite von BlüHen finden sich viele weitere Informationen rund um das Thema Insektenschutz.

 


 

 

 

 

 

 

Was kann man im April im Garten tun?

Zum Beispiel insektenfreundliche Stauden pflanzen!

Mit der Pflanzung von geeigneten Nährpflanzen können wir zur Erhaltung der Artenvielfalt der Insekten in unseren Gärten beitragen. Stauden liefern ein fast ganzjähriges Nahrungsangebot an Nektar und Pollen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Je naturnaher ein Garten ist, desto mehr eignet er sich als Lebensraum. Naturnahe Gärten haben ein oder zwei Ecken, die sich selbst überlassen werden, z.B. eine spät gemähte Magerwiese oder eine „Unkrautecke“. Auch Asthaufen oder alte Bäume sind wertvoll, da u.a. verschiedene Schmetterlingsarten in Baum- und Asthöhlen überwintern. Grundsätzlich gilt: Je vielfältiger der Lebensraum und je größer die Pflanzenvielfalt, desto mehr Insekten werden sich im Garten ansiedeln.

 

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kjo

Was sind Streuobstwiesen? 

Im Gegensatz zu einer modernen Obstplantage stehen die Bäume auf Streuobstwiesen verteilt (verstreut) auf der Fläche und sind „hochstämmig“, d.h. der erste Astansatz befindet sich in etwa 2 Meter Höhe. Erst nach einigen Jahren tragen diese Früchte und es bilden sich mächtige prägende Bäume. Diese können manchmal 15-20m Höhe erreichen. Durch die Höhe der Bäume kann die Wiese darunter oft auch als Viehweide genutzt werden.

 

Woher kommen Streuobstwiesen?

Früher waren Streuobstwiesen ein wichtiger Bestandteil der Eigenversorgung der ländlichen Bevölkerung mit Obst und Obstprodukten. Zudem waren Streuobstwiesen auch ein wichtiges wirtschaftliches Standbein vieler bäuerlicher Betriebe. Streuobstwiesen stellen somit ein Stück Heimat und regionale Identität dar. Die Zahl der alten Streuobstwiesen, die früher die Landschaft im Rhein-Sieg-Kreis prägten, hat sich leider stark reduziert. Heute finden sich nur noch im Umfeld einiger Dörfer alte Bestände.

 

Warum Streuobstwiesen anlegen und erhalten? 

Im Unterschied zu den Obstplantagen bestehen Streuobstwiesen klassischerweise aus einer Vielfalt an Obstarten und –sorten. Auf Streuobstwiesen wird auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln meist verzichtet. Die hier angebauten Sorten besitzen sehr unterschiedliche Haltbarkeits- und Verwendungseigenschaften. Im Unterschied zur Supermarktware verfügen Sie von säuerlich-aromatisch bis honigsüß über eine viel größere geschmackliche Vielfalt. Auch die gesundheitliche Qualität der Obstsorten auf einer Streuobstwiese ist hervorzuheben. Sie sind reich an natürlichen Inhaltsstoffen und Vitaminen. Nicht umsonst können viele alte Apfelsorten daher von Apfelallergikern bedenkenlos verzehrt werden.

Hinzu kommt die große ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen. Sie bieten seltenen Arten wie z.B. dem Gartenrotschwanz, dem Grünspecht und diversen Schmetterlingen und Wildbienen einen Lebensraum. Streuobstwiesen bereichern das Landschaftsbild und steigern den Erholungswert der Natur.

 

Hier geht es zum Hennefer Streuobstwiesenweg!

Und hier finden Sie den vollständigen Beitrag: Streuobstwiesen - Biodiversität und Umweltschutz in der Landwirtschaft

 

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Insektenschutz in der Landwirtschaft kann nur mit den Landwirten funktionieren, nicht gegen sie. Dies hat z.B. das Volksbegehren Artenvielfalt in Bayern erkannt, als es seine Initiative zur Verbesserung des Naturschutzgesetzes startete. Weitere Beteiligte sind z.B. die Landbesitzer, die über die Gestaltung der Pachtverträge Einfluss auf die Art der Bewirtschaftung nehmen können. Wenn der vom Verpächter gewünschte Ackerrandstreifen zu einer  angemessenen Reduzierung des Pachtpreises führt, ist allen Beteiligten gedient. Hier sind auch die Kirchen gefragt, die in einigen Regionen kleinere und größere Ländereien besitzen. Naturschutz auf Kirchenäckern ist eines der Themen, mit denen sich die AG BlüHen befasst.

Auch Streuobstwiesen unterstützen die Biodiversität und den Umweltschutz in der Landwirtschaft.

 

Landwirtschaftskammer NRW „Biodiversität und Umweltschutz in der Landwirtschaft“

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit der Aufgabe, die Landwirtschaft und die in ihr Berufstätigen zu fördern und zu betreuen und im Rahmen ihrer Aufgaben den ländlichen Raum zu stärken. Einen großen Raum nimmt unter anderem die Beratung und Förderung zum Naturschutz und der Biodiversität in den landwirtschaftlichen Betrieben in NRW ein. Einen umfangreichen Überblick über die aktuellen Maßnahmen finden Sie unter dieser Web-Adresse

 

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kjo

Was kann man im März im Garten tun?
Zum Beispiel Gehölze pflanzen und ein Insektenhotel bauen.

Im März „verlässt“ der Winter langsam das Rheinland. An frostfreien Tagen können somit Gehölze gepflanzt werden. Blühende und fruchtende Gehölze sind ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten. Die Pflanzen sind Nahrungsquelle für Mensch und Tier, schützende Behausung und Rückzugsareal für Insekten. Anbei finden Sie eine Auswahl von heimischen Gehölzen, die diese Kriterien erfüllen. Vor allem die frühblühenden Arten sind wichtige Nahrungsquellen für erste blütenbesuchenden Insekten.

 

Schöne Wilde - heimische Gehölze:

Deutscher Name Botanischer Name Blüte Höhe
Kornelkirsche Cornus mas gelb, März - April 200-300 cm
Wolliger Schneeball Viburnum lantana weiß, April - Juni 200-300 cm
Weißdorn Crataegus monogyna weiß, Mai - Juni 200-300 cm
Schlehe Prunus spinosa weiß, März - April 200-300 cm
Hunds-Rose Rosa canina rosa, Mai - Juni 150-200 cm
Haselnuß Corylus avellana gelb-weiß, Februar - März 400-500 cm
Gemeine Heckenkirsche Lonicera xylosteum gelb-weiß, Mai - Juni 200-300 cm
Blutjohannisbeere Ribes sanguineum rot, April - Mai 150-200 cm
Zierapfel Malus sp. rosa, April - Mai 200-300 cm
Eberesche Sorbus aucuparia weiß, Mai - Juni 400-600 cm
Schwarzer Holunder Sambucus nigra weiß, Juni - Juli 200-400 cm
Echte Felsenbirne Amelanchier rotundifolia weiß, April - Mai 200-300 cm
Faulbaum Rhamnus frangula gelb-weiß, Mai - Juni 200-400 cm
Salweide Salix caprea silbrig, März - April 300-500 cm

 

Anleitung zum Bau eines Insektenhotels (NaBu)

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